11.2.2011 21:46

 

Geile Güggel

Entschuldigen Sie den Titel dieses Blogs - dafür kann ich nichts. Diesen Namen habe nicht ich ausgesucht. Aber dieser kleine Text dreht sich tatsächlich um die im Titel beschriebenen Federtiere. Wie so oft ist jedoch alles anders , als es den Anschein macht. Ich muss gestehen, dass der Blog auch folgenden Arbeitstitel tragen könnte: «Wie bringe ich Bayern dazu für die Schweizer Fahrer und Fahrerinnen zu fanen?» Aber dieser Titel wäre zu lang...deshalb habe ich mich für die etwas anrüchig anmutende Version der Überschrift entschieden. Nun aber alles der Reihe nach.

Nach der gestrigen Sendung «Garmisch aktuell» verliess ich unser Studio mit der festen Absicht ins Hotel zurückzukehren. Es blieb bei der Absicht, so viel vorne weg. Denn schon zwei Stockwerke weiter unten im Swiss Ski House (wo wir unser SF Studio haben) tobte der Bär. Da standen die Leute auf den Tischen und Stühlen - nachdem zuvor wohl noch eiligst die Fondue Caquelons beiseite geräumt worden waren.

Da spielte eine etwa 10 Mann starke Liveband. Eine Band aus der Ostschweiz, wie ich später erfahren sollte. Eine Band aus eher älteren, aber noch fitten Herren. Eine Band aus Musikern, von denen keiner eine Ahnung von Musik hat - aber das auf einem enorm hohen Level. Tatsächlich: jeder einzelne dieser Herren hat sich seine musikalischen Fähigkeiten selbst angeeignet und über die Jahre verfeinert. Und ich muss sagen: man merkt nicht, dass keiner von denen ein Instrument spielen kann. Goa nix - wie der Bayer sagen würde.

Und wenn wir schon bei den Bayern sind...die waren in der Überzahl. Denn ausser den Schweizer Bandmitgliedern, ein paar meiner Arbeitskollegen und mir befanden sich vor allem Bayern im Swiss Ski House. Und wissen Sie, was diese Bayern am Ende des Auftritts unaufhörlich und aus voller Kehle gerufen haben? - «Hopp Schwiz, hopp Schwiz, hopp Schwiz!» Das ist echt wahr! Bayern! Das sind keine verirrten Thurgauer, das sind Deutsche! Sowas hab ich noch nie gesehen! Da wirst narrisch.

Mir war schon klar, dass die Bayern damit nur eines bezweckten. Die sehnten damit nicht WM Medaillen für Cuche und Co herbei. Nein. Es war viel simpler: die Bayern wollten mehr von den Schweizer (Nicht)Musikern! Von den «Horny Roosters» - so hiess die Band. Und damit ist auch die Überschrift dieses Blogs erklärt.

Die Güggel waren echt stark, auch wenn sie mir mindestens eine Stunde Schlaf «gestohlen» haben...

swisshouse 001_bolog.jpg

PS: Wie die Herren auf ihren Bandnamen gekommen sind, weiss ich übrigens nicht. Ist aber auch wirklich egal, denn die Kerle überzeugen mit guter Stimmungsmusik.


Kommentare
 

13.2.2011 12:25

  

horny roosters sind doch diese geilen musiker auf dem platz vordem swisshaus. die haben es doch tatsächlich geschafft ca. 2000 leute mit musik stimmung zumachen und alle haben didier geschrieen. die sind wirklich horny

t-bone melone


14.2.2011 08:10

  

Hallo Freunde
das war noch gar nix!!!
ich wohne seit 38 Jahren in Garmisch. Sowas wie Samstagnachmittag habe ich noch nie erlebt. Da spielten die "Gockel"vor dem Schweizerhaus. Vielleicht 2000 Personen haben "Hopp Schwiz" und "Allez Didier" geschrien....ich auch. Die sind unschlagbar!! Kommt wieder!! Ihr verkörpert Lebensfreude!!

Hans Almer


15.2.2011 18:15

  

ich habe die "gamsigen Gockels" zweimal im "Tiroler Berg" erleben dürfen.....GRANDIOS!!!! Die scheinen dort die Stammband zu sein. Hoffentlich kann ich sie diese Woche dort wieder geniessen. Die sind wirklich "gamsig".....
Hanni/bc

Hanni Hofmann


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